Wäsche waschen verbraucht Energie und belastet die Gewässer. Mit den richtigen Tricks bekommst du deine Wäsche im Handumdrehen sauber, ohne die Umwelt unnötig zu belasten. Ob beim Kauf der Waschmaschine, des Waschmittels oder durch die Art, deine Wäsche zu trocknen – es warten überall viele Möglichkeiten für einen deutlich nachhaltigeren Waschtag.
Warum du deine Wäsche nachhaltig waschen solltest: Jedes Jahr landen etliche Tonnen Waschmittel und Weichspüler im Abwasser. Die teils schädlichen Inhaltsstoffe (vor allem Tenside, Enzyme und Duftstoffe) können in Flüsse, Seen und Meere gelangen. Hinzu kommen die vielen Plastikverpackungen, die unmittelbar nach dem Verbrauch im Müll landen. Auch der hohe Ressourcenverbrauch von und für Waschmaschinen, Wäschetrockner oder Bügeleisen darf nicht vergessen werden.
Umweltfreundlich waschen: So geht’s:
- Nutze das Fassungsvermögen: Am meisten Energie sparst du, wenn du die Waschmaschine nur voll beladen anschaltest. Warte einfach, bis sich genügend Wäsche angesammelt hat. Außerdem solltest du dir vor dem Kauf einer Waschmaschine gut überlegen, wie groß das Fassungsvermögen des Gerätes sein soll. Für bis zu drei Personen ist beispielsweise ein Fassungsvermögen von etwa vier Kilogramm ausreichend. Ab fünf Personen empfiehlt sich eine Waschmaschine mit Platz für bis zu sechs Kilogramm Wäsche. So kann die Maschine ausreichend gefüllt und energieeffizient betrieben werden. Kaufst du eine zu große Waschmaschine für deinen Bedarf, belastet es den Geldbeutel und vermindert die Effizienz des Geräts.
- Stell das richtige Programm ein: Bei neueren Waschmaschinen ist das Öko-Programm bereits voreingestellt. Diese Einstellung am Gerät hilft dir tatsächlich, Strom und Wasser zu sparen. Da das Erhitzen des Wassers beim Waschen am meisten Energie verbraucht, wird bei Sparprogrammen die Temperatur reduziert. So wird weniger Energie verwendet, um das Wasser zu erwärmen, und zugleich weniger Wasser eingesetzt, um die gleiche Menge Wäsche zu waschen. Moderne Waschmaschinen wiegen die Wäsche außerdem mit Sensoren und passen den Wasserbedarf automatisch an die tatsächliche Waschladung an.
- Achtung bei der Temperatur: Wir empfehlen dir, bei möglichst niedrigen Temperaturen zu waschen. Bei Handtüchern, Unterwäsche und Bettwäsche sind 60 °C, oft auch 40 °C ausreichend, bei Buntwäsche genügen 30 bzw. 40 °C.
- Trockne an der Luft: Die ökologischen und finanziellen Vorteile des Lufttrocknens mit einem Wäscheständer, einer ausziehbaren Wäscheleine oder einer Wäschespinne sind schnell erklärt. Du verbrauchst keinen Strom und sparst Geld, da Sonne und Luft die Arbeit übernehmen. Alles was du brauchst, sind ein paar Wäscheklammern und eine Leine. Klingt einfach, oder? Falls du die Wäsche in der Wohnung aufhängst, dann lüfte regelmäßig, um Schimmelbildung zu vermeiden.
- Stromverbrauch checken: Mit preisgünstigen Energiemessgeräten (ab etwa 20 €) lassen sich einfach und schnell die größten Stromfresser im Haushalt identifizieren und deren Verbrauch über einen gewünschten Zeitraum messen.
- Es kommt auf die richtige Mischung an: Wie du das Waschmittel am besten dosierst, steht als Hinweis auf der Verpackung. Beachte dabei, wie sehr deine Wäsche verschmutzt ist und welche Menge du wäschst. Abgesehen von den negativen Umweltauswirkungen, kann eine Überdosis an Waschmittel auch Flecken auf deiner Kleidung verursachen.






