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Energie

Strom sparen in der Weihnachtszeit

11.12.2025

In den kalten Monaten steigt der Energieverbrauch drastisch an. Neben dem Heizen spielt in der dunklen Jahreszeit insbesondere auch die Beleuchtung eine zentrale Rolle: Die kurzen Tage und langen Nächte führen zu einem deutlich höheren Bedarf an Strom in Haushalten, Büros, Geschäften und öffentlichen Räumen. Im EU-Durchschnitt entfallen rund 15 % des Energieverbrauchs auf Beleuchtung und Elektrogeräte. In Italien lag der Gesamtstromverbrauch 2024 bei etwa 312 Mrd. kWh und war damit um 2,2 Prozent höher als im Jahr zuvor. Der aus erneuerbaren Energien gedeckte Anteil stieg laut einer Erhebung von ENEA von 37 auf 41 Prozent. In den nächsten 10 Jahren soll der weltweite Stromverbrauch laut IEA (Internationale Energieagentur) um 40 Prozent steigen.

Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit führt dekorative Beleuchtung zu zusätzlichen Lastspitzen: Studien zeigen, dass der Strombedarf in manchen Haushalten durch festliche Lichterketten um bis zu 30 Prozent steigen kann. Obwohl moderne LED-Technologien den Energiebedarf im Vergleich zu früheren Lampentypen gesenkt haben, kommt künstlichem Licht im saisonalen Stromprofil Europas immer noch ein wesentliches Gewicht zu. Dies macht effiziente Lichtnutzung und intelligente Steuerungssysteme im Winter besonders relevant – sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht.

Hohe Kosten

Lichterketten und Co haben ihren Preis: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat berechnet, dass die etwa anderthalbmonatige Weihnachtsbeleuchtung in Deutschland jedes Jahr rund 623 Millionen Kilowattstunden benötigt – und damit genauso viel elektrische Energie wie eine mittelgroße Stadt mit mehr als 200.000 Einwohnern in einem ganzen Jahr. Heruntergebrochen auf die Größe Südtirols entspräche das mit unserem aktuellen Strommix etwa 870 Tonnen CO2 und, bei einem durchschnittlichen Strompreis von rund 35 Cent pro kWh, Kosten von rund 1,4 Millionen Euro.

Energieeinsparungen sind möglich

Um den Energieverbrauch in dieser Zeit möglichst gering zu halten, muss nicht auf die stimmungsvolle Advents- und Winterbeleuchtung verzichtet werden. Wer auf ein paar einfache Tipps achtet, kann Strom und Kosten sparen, und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Die besonders in der Adventszeit beliebten Lichterketten, die in zahlreichen Varianten verfügbar sind, können große Stromfresser sein. Oft schlummern in unseren Kellern noch welche mit herkömmlichen Glühlämpchen, die jedoch sehr viel Energie verbrauchen: Etwa 12 bis 15 Watt benötigen sie pro Meter. Schon drei etwa zehn Meter lange Lichterketten benötigen über die Weihnachtszeit hinweg fast genauso viel Strom wie ein Kühlschrank im ganzen Jahr. Wer Strom und damit Geld sparen will, sollte daher auf die LED-Alternative setzen, die 80 – 90 Prozent weniger Strom verbraucht.

Obwohl sich die Kosten nicht unbedingt auf die Stromrechnung niederschlagen, so verursacht batteriebetriebene Weihnachtsbeleuchtung dennoch ein Vielfaches an Folgekosten. Genaugenommen ist der für Einwegbatterien aufgewendete Strom 300-mal teurer als der aus der Steckdose. Deutlich besser schneiden wiederaufladbare Akkus ab. Auch die Entsorgung der Batterien ist alles andere als nachhaltig, sodass nach Möglichkeit darauf verzichtet werden sollte.

Solarbetriebene LED-Lichterketten und Zeitschaltuhren

Wer den eigenen Garten oder Balkon zum Strahlen bringen will, kann auf solarbetriebene LED-Lichterketten für den Außenbereich zurückgreifen. Gerade in unseren Breitengraden kann die Wintersonne gut ausgenutzt werden, die tagsüber über Solarpaneele die Akkus auflädt, so dass kein Strom aus dem Netz verbraucht wird. Wind und Frost können der Weihnachtsbeleuchtung nichts anhaben: Wetterfeste Lampen erkennt man am Kürzel „IP 44“. Die Anschaffung lohnt sich: Schon nach einem Jahr hat man etwa denselben Betrag an Stromkosten gespart.

Nicht nur energiesparend, sondern auch praktisch sind Zeitschaltuhren: Sie nehmen Lichterketten automatisch vom Netz, auch, wenn man außer Haus ist, und erledigen das tägliche Ein- und Ausschalten der Lichter.

Achtung: Wenn es im Außenbereich an Steckdosen fehlt, sollten Kabel nicht durch Fenster oder Türen gelegt werden. Damit würden nicht nur die Kabel beschädigt, sondern es entstehen auch undichte Stellen und kalte Luft strömt ins Innere des Gebäudes, was die Heizrechnung nach oben treibt und erhebliche Komforteinbußen zur Folge hat.

Zurück zum Kerzenschein

Trotz der riesigen Auswahl an Weihnachtsbeleuchtung stehen Kerzen noch immer hoch im Kurs. Kerzenlicht strahlt durch sein sanftes, flackerndes Licht eine einmalige Wärme und Ruhe aus und wir verbinden damit Gemütlichkeit, Beisammensein und Festtagsstimmung. Stets beachtet werden sollten dabei die Sicherheitstipps der Südtiroler Feuerwehren: Kerzen (und auch der Adventkranz) müssen immer auf einer feuerfesten Unterlage und außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufgestellt werden. Adventkerzen sollten stets von hinten nach vorne angezündet und in der umgekehrten Reihenfolge gelöscht werden. Kerzen sollten nie unbeaufsichtigt bleiben und rechtzeitig ausgetauscht werden, bevor sie vollständig abgebrannt sind. Zu achten ist auch auf einem genügend großen Sicherheitsabstand zu brennbaren Stoffen und Dekorationen.


KH/UB

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