Neue Förderungen für den Kauf von Elektroautos ab September
Der Wandel hin zu einer klimafreundlichen Mobilität wird konkreter: Ab Mitte September startet eine neue staatliche Fördermaßnahme, die den Umstieg auf Elektroautos erleichtern soll – insbesondere für einkommensschwache Haushalte und Kleinstunternehmen. Finanziert wird die Initiative mit 600 Millionen Euro aus dem Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplan.
Mobilitätswende mit sozialem Fokus
Die Förderung setzt gezielt dort an, wo der Umstieg auf nachhaltige Mobilität bislang schwerfiel:
- Privatpersonen mit geringem Einkommen (ISEE bis 40.000 €)
- Kleinstunternehmen, die ein elektrisches Nutzfahrzeug anschaffen
Voraussetzung ist die Verschrottung eines alten Verbrennerfahrzeugs (bis Euro 5), um aktiv zur Reduktion von CO₂-Emissionen beizutragen.
Förderhöhe nach Einkommen gestaffelt
- Bis zu 11.000 € Förderung bei einer ISEE bis 30.000 €
- Bis zu 9.000 € Förderung bei einer ISEE zwischen 30.000 € und 40.000 €
Fördergebiet: Pendelregion Bozen
Die Maßnahme gilt ausschließlich für Personen, die im Pendelgebiet rund um Bozen wohnen – also in Gemeinden mit direkter Verbindung zur Landeshauptstadt. Eine vollständige Liste der förderfähigen Orte findest du hier: ISTAT-Gemeindeliste
Nachhaltigkeit trifft Wirtschaftlichkeit
Mit der neuen Förderung für den Kauf von Elektroautos wird nachhaltige Mobilität für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich gemacht. Dies ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Zukunft und für eine bessere Luftqualität – denn der Verkehrssektor zählt nach wie vor zu den größten Verursachern von Luftschadstoffen.
Insbesondere Stickoxide (NO₂) belasten die Luftqualität stark. Ihre höchsten Konzentrationen finden sich entlang vielbefahrener Straßen, Autobahnen und in städtischen Straßenschluchten, wo der sogenannte „Canyon-Effekt“ entsteht. Auch gesundheitsgefährdende Stoffe wie Benzo(a)pyren und Feinstaub entstehen durch den motorisierten Verkehr.
Um die Belastung durch diese Schadstoffe zu senken, setzt das Land auf eine Vielzahl von Maßnahmen. So wird das erfolgreiche BrennerLEC-Projekt zur dynamischen Geschwindigkeitssteuerung auf der Brennerautobahn erneut umgesetzt und ausgeweitet – insbesondere in den angrenzenden Gebieten, die besonders stark betroffen sind.
Darüber hinaus enthält die Vereinbarung mit dem Umweltministerium MASE weitere Initiativen, die vom Land mit eigenen Mitteln unterstützt werden. Dazu zählen:
- die Erneuerung des Fuhrparks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
- finanzielle Anreize für die Nutzung von Bus und Bahn
- die Förderung des Rad- und Fußgängerverkehrs
- der Ausbau der Elektromobilität
- sowie innovative Programme wie Green Mobility und der Bozner Urban Pass
Diese Maßnahmen greifen ineinander und zeigen: Der Weg zu sauberer Luft und nachhaltiger Mobilität ist machbar – wenn Politik, Wirtschaft und Bevölkerung gemeinsam handeln.






