Ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder beim Ausflug am Wochenende – die Mobilität im Überetsch und Unterland steht vor wichtigen Neuerungen. Ziel ist es, die Verbindungen zuverlässiger zu machen und den Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel attraktiver zu gestalten. Ein Überblick über die Projekte, die den Alltag entlasten sollen.
Effizienter auf der Schiene
Damit das Pendeln und Reisen reibungsloser funktioniert, stehen entscheidende Ausbauschritte an:
- Stabiler Fahrplan zwischen Bozen und Meran: Durch das geplante zweite Gleis wird die Strecke deutlich leistungsfähiger. Das reduziert die Wartezeiten bei Zugbegegnungen und schafft Platz für schnellere Verbindungen.
- Pünktlichkeit im Unterland: Die hohe Auslastung der Brennerlinie durch den Mix aus Regional-, Fern- und Güterverkehr ist eine Herausforderung. Optimierungen an der Infrastruktur sollen künftig für mehr Verlässlichkeit im täglichen Fahrplan sorgen. Das Potential der Bahn im Unterland als Rückgrat des öffentlichen Personenverkehrs ist noch ausbaufähig.
- Vorausschauende Planung der Zulaufstrecken: Bei Projekten wie der Bahnumfahrung Bozen wird auf eine enge Abstimmung mit den Gemeinden und den Schutz der Landschaft geachtet. Der öffentliche Dialog sorgt dafür, dass lokale Anregungen in die technische Umsetzung einfließen.
Optimierungen für Bus und Straße im Überetsch
Um den Verkehrsfluss zwischen dem Überetsch und der Landeshauptstadt zu verbessern, wird gezielt in die Sicherheit und die Beschleunigung des Linienverkehrs investiert:
- Vorrang für Buslinien: Die Fortführung der Busspur zwischen Pillhof und St. Michael verkürzt die Fahrzeiten deutlich. Busse können so die stauanfälligen Abschnitte unabhängig vom Individualverkehr passieren.
- Sicherer MeBo-Knoten: Die Umgestaltung der Ein- und Ausfahrt Eppan steht kurz vor der Umsetzung. Ziel ist es, die Unfallgefahr zu minimieren und die Anbindung an das Schnellstraßennetz zu verbessern.
Sicher unterwegs auf dem Rad
Das Radwegenetz hat sich mittlerweile zu einer echten Alternative zum Auto entwickelt. Laufende Investitionenn sollen die Attraktivität und die Sicherheit noch weiter steigern:
- Sicherheit bei Dunkelheit: Die neue LED-Beleuchtung auf dem Abschnitt Kaltern-Eppan-Bozen sorgt dafür, dass Radfahrer auch in der Dämmerung und nachts sicher ans Ziel kommen.
- Bessere Vernetzung: Mit der Anbindung des Bahnhofs Leifers an die Hauptradachsen wird die Kombination von Rad und Bahn (Intermodalität) massiv erleichtert.
Transparenz und Bürgerbeteiligung spielen bei der Umsetzung komplexer Bauvorhaben eine zentrale Rolle. Ob bei der Trassenführung der Bahn oder der Feinplanung von Radwegen: Der Austausch mit Grundbesitzern, Interessengruppen und der gesamten Bevölkerung bildet die Basis, um Projekte optimal an die Bedürfnisse der Menschen im Überetsch und Unterland anzupassen.
LPA/red/mpi/KH