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Klimaplan Südtirol 2040

Klimaplan Südtirol 2040: Land fördert vier Forschungsprojekte

26.04.2025

Im Jahr 2023 hat die Landesregierung den Klimaplan Südtirol 2040 verabschiedet, der sich zum Ziel setzt mithilfe unterschiedlichster Maßnahmen innerhalb des Jahres 2024 die Klimaneutralität zu erreichen. Dies soll unter anderem über die Ausschreibung der Förderung von Forschungsprojekten zu Themen, die mit dem Klimaplan in enger Verbindung stehen, geschehen. Diese können sich mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels befassen, ebenso wie möglichen Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes oder mit den Auswirkungen von Auwäldern auf das Klima in Peripherie und städtischen Zentren.

Das Amt für Wissenschaft und Forschung hat 2024 eine entsprechende Ausschreibung veröffentlicht und stellt dafür insgesamt 1,5 Millionen Euro für die Projektfinanzierung zur Verfügung. Eingereicht werden konnten Kooperationsprojekte, die eng mit der Umsetzung des Klimaplans verknüpft sind, von Forschungseinrichtungen aus Südtirol. Der technische Landesbeirat für Innovation und Forschung, der alle eingereichten Projektvorschläge gesichtet hat, hat Anfang 2025 eine Rangordnung veröffentlicht, aus der die vier Wettbewerbsgewinner DiCAMNextWater,_STClimOO und CoolST hervorgingen. „Initiativen wie diese sind eine strategische Investition in eine nachhaltige Zukunft. Es geht darum, innovatives Wissen und konkrete Lösungen zu erarbeiten, welche der Gesellschaft als Ganzes zugutekommen“, ist Forschungslandesrat Philipp Achammer überzeugt.

Dank der Landesförderungen konnten die Projekte bereits begonnen werden, voraussichtlich 2027 werden sie abgeschlossen. Einige erste Forschungsergebnisse wurden bereits Ende 2025 an der Freien Universität Bozen im Rahmen des Workshops „South Tyrol Alliance for Research in Sustainability“ (S.T.A.R.S.) vorgestellt.

Vier Projekte zum Klimaplan 2040

Folgende Projekte befassen sich mit dem Klimaplan Südtirol 2024 und werden derzeit, auch mithilfe einer Landesförderung, umgesetzt:

  • DiCAM (A Cutting-Edge Data Infrastructure for Climate Change Adaptation and Mitigation) wird von der Freien Universität Bozen, in Zusammenarbeit mit Eurac Research und Eco Research, umgesetzt. Das Projekt widmet sich der Entwicklung einer gemeinsamen Datenplattform zur Unterstützung des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel. Dadurch soll der Zugang und die Qualität der Daten für Einrichtungen und Forschende verbessert werden.
  • Eurach Research setzt gemeinsam mit der Freien Universität Bozen und Laimburg Research das Projekt NextWater_ST (A Nexus perspective for adapting water management in South Tyrol) um. Das Projekt befasst sich der Untersuchung der Wasserbewirtschaftung in Bergregionen und bewertet die Verfügbarkeit und die Nachfrage von Wasser im Zusammenhang mit klimatischen und sozioökonomischen Veränderungen. Dabei kommt der WEEFE-Ansatz (Water-Energy-Food Ecosystem) zur Anwendung.
  • ClimOO (Climate, Plastics and Sustainability: Ontology and Operationalization) wird von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen, gemeinsam mit Eco ResearchLaimburg Research und Fraunhofer Italia, umgesetzt. Hierbei wird die Wechselwirkung zwischen Kunststoff und Klima untersucht. Dazu werden Daten zum Kunststoff in der Landwirtschaft gesammelt und eine Ontologie (Lehre vom Sein), die Daten zu Umwelt und Klima einbindet, entwickelt.
  • CoolST (Adapting to Climate Change Impact: Crafting South Tyrol’s Cooling Future for Energy Resilience) wurde von Eurac Research, in Zusammenarbeit der Freien Universität BozenFraunhofer Italia und Laimburg Research, eingereicht. Dabei wird der Kühlungsmarkt analysiert sowie der Energieverbrauch und der künftige Bedarf erfasst, um Strategien und Instrumente zur Emissionsreduzierung und zur Förderung nachhaltiger Lösungen zu entwickeln.

Informationen zu den einzelnen Projekten sind online auf der Webseite von S.T.A.R.S. und den jeweiligen Forschungseinrichtungen abrufbar.

LPA

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