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Mobilität

Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern

03.03.2026

Die Automobilbranche befindet sich im Wandel. Allen Unkenrufen zum Trotz entscheiden sich immer mehr Menschen für ein Elektroauto statt für ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Wie ist die Situation derzeit, worin liegen eigentlich die wesentlichen Unterschiede zwischen diesen beiden Technologien – und welche Vorteile bietet die Elektromobilität konkret? Schauen wir uns das Ganze etwas genauer an.

Elektroautos sind in aller Munde. War der Antrieb mit Elektromotor vor wenigen Jahren hierzulande noch eher etwas Exotisches, so hält er nun immer stärker Einzug in unseren Mobilitätsalltag. Hatte es 2024 in einigen europäischen Ländern noch einen Rückgang bei den Zulassungen von E-Autos gegeben – vor allem aufgrund ausgelaufener Förderprogramme –, so stiegen die Zulassungszahlen im Jahr 2025 wieder deutlich an. Global gesehen ist der Trend ohnehin seit Jahren ungebrochen: Die Zahl der verkauften Elektrofahrzeuge wächst weltweit von Jahr zu Jahr.

Auch in Deutschland, dem größten Automarkt in Europa, ist die Bereitschaft zum Kauf eines Elektroautos zuletzt deutlich gestiegen. Laut Umfragen hat sich unter den angehenden Autokäufern der Anteil jener, die ein E-Auto in Betracht ziehen, im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 nahezu verdoppelt, während die Zahl der erklärten Gegner der Elektromobilität immer kleiner wird.

Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass immer mehr Menschen mit Elektromobilität in Berührung kommen und im Idealfall selbst ein E-Auto testen durften. Ein weiterer wichtiger Beitrag für die zunehmende Akzeptanz ist die technologische Weiterentwicklung. Moderne Modelle bieten inzwischen zu erschwinglichen Preisen Reichweiten von über 300 Kilometern. Damit wird der Einstieg in die Elektromobilität zunehmend attraktiv.

Zwei Technologien im Vergleich

Was unterscheidet Elektroautos eigentlich von Verbrennern? Ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor wandelt chemische Energie aus fossilen Kraftstoffen – Benzin oder Diesel – in mechanische Energie um und bewegt sich dadurch fort. Dabei entsteht Wärme, wodurch ein großer Teil der Energie ungenutzt verloren geht. Der Wirkungsgrad bei Autos mit Verbrennungsmotor liegt je nach Fahrweise und Modell bei lediglich 20 bis 30 Prozent. Das bedeutet: Mehr als zwei Drittel der eingesetzten Energie verpuffen in Form von Wärme!

Elektroautos hingegen nutzen einen Elektromotor, der mit Strom aus einer Batterie betrieben wird. Dessen Wirkungsgrad liegt bei über 90 Prozent – ein gewaltiger Unterschied, der sich nicht nur in der Energieeffizienz, sondern auch in der Alltagserfahrung widerspiegelt: Elektroautos beschleunigen nahezu geräuschlos, bieten eine gleichmäßige Kraftentfaltung und reagieren unmittelbar auf das Gaspedal. Zudem können sie beim Abwärtsfahren und Bremsen Energie zurückgewinnen („rekuperieren“) und die Batterie aufladen.
Ein Nachteil hingegen ist, dass die Reichweite von E-Autos bei Kälte im Winter sinkt, auch wenn die Batterien stetig leistungsfähiger werden. Im Alltag ist das jedoch kaum relevant, zudem wird das öffentliche Ladenetz kontinuierlich ausgebaut.

Effizienz und Wirtschaftlichkeit

Die hohe Effizienz von Elektrofahrzeugen bringt zugleich merkliche Vorteile bei den Betriebskosten. Schon beim „Tanken“ zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Der benötigte Strom ist in vielen Fällen günstiger als Benzin und Diesel – vor allem, wenn das E-Auto zu Hause geladen wird. Besonders günstig wird es dann, wenn der Strom über eine eigene Photovoltaikanlage selbst erzeugt wird.

Hinzu kommen deutlich geringere Wartungskosten. Elektroautos bestehen aus wesentlich weniger beweglichen Teilen als Verbrenner. Kein Ölwechsel, keine Abgasanlage, keine Kupplung, kein Getriebe in herkömmlicher Form – das reduziert den Verschleiß und damit auch die Kosten für Reparaturen und Service. Auch bei den Versicherungskosten schneiden E-Autos normalerweis günstiger ab als vergleichbare Verbrennermodelle. Zudem ist man 5 Jahre lang von der Autosteuer befreit und zahlt anschließend nur einen Bruchteil des üblichen Betrags.

Unabhängigkeit durch eigene Energieerzeugung

Ein oft unterschätzter, aber strategisch wichtiger Aspekt ist die Frage der Energieabhängigkeit. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sind auf den Import fossiler Kraftstoffe angewiesen, häufig aus Ländern, die politisch instabil sind oder autoritär regiert werden, etwa Russland oder Saudi-Arabien. Das macht die nationale Energieversorgung anfällig für geopolitische Krisen. Die Förderung, Verarbeitung und der Transport dieser Kraftstoffe über Tausende Kilometer sind energieintensiv und verursachen erhebliche Umweltbelastungen. Sie produzieren darüber hinaus Lärm und gesundheitsschädliche Abgase.

Im Gegensatz dazu können Elektroautos mit Strom betrieben werden, der direkt vor Ort aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Das stärkt nicht nur die Energieautarkie, sondern sichert auch Wertschöpfung im eigenen Land. Südtirol bietet dafür beste Voraussetzungen: Hier wird jährlich etwa doppelt so viel Strom aus erneuerbaren Energien produziert, wie im Land verbraucht wird.

Umweltvorteile der Elektromobilität

Auch ökologisch schneiden Elektroautos deutlich besser ab als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor – insbesondere, wenn der genutzte Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Während Verbrenner CO₂, Stickoxide und Feinstaub direkt in die Umwelt abgeben, fahren Elektroautos lokal emissionsfrei. Das bedeutet: keine Abgase in Innenstädten, keine Schadstoffe an Schulen, Kindergärten oder Wohngebieten.

Zwar ist die Produktion von Elektroautos – insbesondere der Batterien – energieaufwendiger, doch Studien zeigen: Dieser „CO₂-Rucksack“ ist in der Regel nach wenigen zehntausend Kilometern ausgeglichen. Danach sind E-Autos deutlich klimafreundlicher als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Fazit: Mobilität mit Zukunft

Elektroautos sind keine Modeerscheinung, sondern ein technologischer Fortschritt mit weitreichenden Vorteilen – für Verbraucher ebenso wie für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Wer heute ein Elektroauto kauft, entscheidet sich nicht nur für eine moderne und komfortable Mobilitätslösung, sondern auch für eine nachhaltigere und wirtschaftlichere Zukunft.

Förderungen durch das Land Südtirol: 

Das Land Südtirol fördert sowohl den Ankauf von Elektrofahrzeugen als auch die Installation von Heimladestationen (so genannte „Wallboxen“). Die Beiträge für den Ankauf der Fahrzeuge werden unter der Bedingung gewährt, dass der Händler mindestens einen gleich hohen Preisnachlass gewährt. Somit beträgt das Gesamtausmaß der Förderung bei einem Kauf 4.000 € für reine Elektrofahrzeuge und 2.000 € für Plug-in-Hybride (jeweils zur Hälfte vom Land und vom Händler). Für eine Ladestation zu Hause gewährt das Land einen Beitrag von 80 % im Falle von Privatpersonen, im Falle von Unternehmen 70 %, wobei in beiden Fällen der Höchstbeitrag 1.000 € beträgt. Wichtig: Das Ansuchen muss VOR dem Ankauf beim zuständigen Landesamt eingereicht werden.

 

Harald Reiterer/STA

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