Der 30. April ist Welttag der Mobilität und Barrierefreiheit. Er ist für Südtirol ein bedeutendes Datum, da das Land aufgrund seiner geografischen Lage zwischen alpinen Herausforderungen und einer wichtigen europäischen Transitachse eine besondere Verantwortung trägt.
In Südtirol bedeutet Barrierefreiheit weit mehr als nur Rampen für Rollstühle. Es geht um ein Design für alle:
- Öffentlicher Nahverkehr: Die neuen Züge wie der Frecciarossa (nach Franzensfeste) und die modernen Flirt-Züge sind bündig mit den Bahnsteigen konzipiert. Dies ist entscheidend für Menschen mit Beeinträchtigungen, aber auch für Senioren, Eltern mit Kinderwagen und Radtouristen.
- Digitalisierung: Barrierefreie Apps (wie südtirolmobil) helfen dabei, Reisen autonom zu planen – inklusive Informationen über Aufzüge und zugängliche Bahnhöfe.
- Ländlicher Raum: Die Herausforderung liegt darin, auch die entlegenen Täler so anzubinden, dass Mobilität kein Privileg für Autofahrer bleibt.
Die Schiene als Rückgrat des öffentlichen Verkehrs
Wie im Klimaplan Südtirol 2040 verankert, ist die Schiene das zentrale Element (Klimaplan 5.2).
Echte Barrierefreiheit bedeutet hier auch finanzielle und zeitliche Zugänglichkeit:
- Taktverdichtungen und einfache Tarifsysteme (Südtirol Pass) bauen Hürden ab.
- Großprojekte wie der Brennerbasistunnel (BBT) und die Riggertaler Schleife werden die Kapazitäten erhöhen, um den Umstieg vom Individualverkehr auf die Schiene für alle Bevölkerungsschichten attraktiv zu machen.
KH







